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8. Juni 2004, 7:20 morgens -
gleich soll es losgehen... Das was da losgeht ist ein astronomisches Jahrhundertereignis, ein Venustransit. Das bedeutet, Erde, Venus und Sonne stehen exakt auf einer Linie, einer Linie die etwa 150 Millionen km lang ist. Sonne und Erde bilden die Endpunkte dieser Linie, die Venus war, als sie als Scheibchen auf der Sonne zu sehen war noch ca. 48 Millionen km von uns entfernt. Zusätzlich muß man wissen, dass Erd- und Venusbahn 3,4° gegeneinander gekippt sind, ein Transit ist also nur dann zu sehen, wenn Erde und Venus exakt auf der Knotenlinie (der Schnittlinie der Bahnebenen) liegen. Zusammen mit den unterschiedlichen Bahngeschwindigkeiten ergibt sich, dass Venustransits im Abstand von etwas über 120 Jahren auftreten, als Paare mit 8 Jahren Abstand. Der Transit von 2012 wird aber nur in Asien zu beobachten sein. Entsprechend wichtig war es, diesen Transit zu beobachten, das Wetter hier zeigte sich zum Glück von seiner besten Seite: Ruhige Luft, kein Wölkchen am Himmel und es wurde mit 29°C der bisher heisseste Tag des Jahres. Glücklicherweise hatte ich die Möglichkeit den Tag frei zu nehmen und konnte den Transit so in voller Länge beobachten. Noch vor der Schule wollte natürlich auch mein Sohn einen Blick auf das Ereignis werfen. |
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Das Beobachtungsinstrument ist
ein Celestron C5 auf einer Celestron NexStar GT Montierung. Als
Sonnenfilter kam ein Thousand Oaks 2+ (1/10000) zum Einsatz. Am
angenehmsten waren 32mm und 40 Plössl-Okulare, da diese die
gesamte Sonne zeigten. Diese Kombination zeigte die Sonne in einer honiggelben Farbe. Es gab keine nennenswerten Sonnenflecken, am Austrittsrand der Venus war ein Filament zu erkennen. Den Beginn des Transits habe ich beobachtet ohne Fotos zu machen, es war grandios. Auf einmal bekam der Sonnenrand eine kleine, sich stetig vergrößernde 'Delle'. Der Transit hatte begonnen. Das nebenstehende Foto wurde mit freihändig hinter das Okular gehaltener Kamera gemacht. |
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Eine Stunde nach Beginn des
Transits hatte die Venus schon ein gutes Stück des Weges
zurückgelegt. Die Venus hat einen Durchmesser von 12.100 km, ist also etwa so groß wie unsere Erde - ein interessanter Größenvergleich mit der Sonne ... Dieses und das vorige Bild wurden nicht nachbearbeitet, lediglich die Bildgröße wurde angepasst. |
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Ab hier wurden die Fotos mit
einer WebCam gemacht, die statt des Okulars eingesetzt wird. Das Bild
entsteht also im direkten Fokus. Der kleine dunkle Fleck am rechten
Bildrand ist ein Staubkorn auf dem CCD. Die rote Färbung des Bildes kommt durch den automatischen Weissabgleich der Cam zustande. Bein den Ergenisbildern wurden Kontrast, Helligkeit und Bildgrösse angepasst. |
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Auf diesem und den folgenden
Bildern kann die Wanderung der Venus über die Sonnenscheibe
verfolgt werden. Die Ausrichtung der Cam ist auf allen Fotos gleich. |
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Noch etwas über 20 min bis
zum Ende des Transits. Die Venus hat sich dem Sonnenrand deutlich
angenähert. |
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Die Venus 'berührt den
Sonnenrand', das Ende des Transits hat begonnen ... |
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